Spülmaschine reinigen: Sieb, Sprüharme und Dichtungen richtig säubern

Spülmaschine reinigen: Sieb, Sprüharme und Dichtungen richtig säubern

Sieb, Sprüharm und Türdichtung einer Spülmaschine mit sichtbaren Ablagerungen und Verschmutzungen, die eine gründliche Reinigung benötigen.
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Eine Spülmaschine reinigt täglich das Geschirr – sich selbst leider nicht. Fettablagerungen, Kalkrückstände, Speisereste und feuchte Winkel, in denen sich Schimmel ansiedeln kann, machen eine regelmäßige Pflege notwendig. Wer seinen Geschirrspüler in gutem Zustand hält, verlängert die Lebensdauer des Geräts, spart Energie und stellt sicher, dass das Geschirr wirklich hygienisch sauber wird.

Diese Checkliste zeigt Schritt für Schritt, welche Teile gereinigt werden sollten, wie das am besten funktioniert und welche Hausmittel dabei helfen können.

Wie oft sollte die Spülmaschine gereinigt werden?

Nicht jeder Bereich braucht die gleiche Aufmerksamkeit. Als grobe Orientierung gilt:

  • Sieb: mindestens einmal pro Woche ausspülen, gründlich reinigen alle zwei bis vier Wochen
  • Sprüharme: monatlich auf verstopfte Düsen prüfen, bei Bedarf reinigen
  • Türdichtungen: alle zwei bis vier Wochen säubern
  • Innenraum und Wände: monatlich mit einem Reinigungsdurchgang pflegen
  • Klarspülerfach und Salzbehälter: regelmäßig auf Füllstand prüfen, bei Bedarf nachfüllen

Wer die Maschine täglich nutzt oder oft fettige Töpfe und Pfannen spült, sollte häufiger kontrollieren.

Das Sieb reinigen

Das Sieb befindet sich im Boden des Innenraums und fängt Speisereste auf. Es ist der Teil der Spülmaschine, der am schnellsten verschmutzt und am regelmäßigsten gepflegt werden sollte.

  • Maschine öffnen und den unteren Korb herausziehen
  • Sieb herausdrehen oder herausnehmen – je nach Modell durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn oder durch einfaches Herausziehen
  • Grobes Sieb und feines Mikrosieb trennen, falls vorhanden
  • Speisereste unter fließendem Wasser abspülen
  • Mit einer alten Zahnbürste und etwas Spülmittel die Maschen und Ränder abbürsten
  • Hartnäckige Ablagerungen: Sieb für 15 bis 20 Minuten in warmem Wasser mit einem Schuss weißem Essig einweichen
  • Gut abspülen und korrekt wieder einsetzen – das Sieb muss einrasten

Ein schlecht sitzender Siebeinsatz kann dazu führen, dass Rückstände in die Pumpe gelangen. Nach dem Einsetzen kurz prüfen, ob das Sieb fest sitzt.

Sprüharme reinigen

Die Sprüharme verteilen das Wasser im Innenraum. Verstopfte Düsen bedeuten, dass bestimmte Bereiche nicht mehr ausreichend gespült werden – das Geschirr bleibt schmutzig, obwohl die Maschine gelaufen ist.

  • Unteren Sprüharm abziehen oder abschrauben – bei den meisten Modellen lässt er sich einfach nach oben abziehen
  • Oberen Sprüharm lösen – häufig durch eine Schraubverbindung oder Klippverschluss
  • Beide Arme unter fließendem Wasser abspülen und die Löcher kontrollieren
  • Verstopfte Düsen vorsichtig mit einem Zahnstocher oder einer dünnen Nadel von innen nach außen freistoßen
  • Arme in warmem Wasser einweichen, wenn Kalkablagerungen sichtbar sind – Essig oder Zitronensäure lösen Kalk effektiv
  • Arme nach der Reinigung schütteln, um gelöstes Material herauszuspülen
  • Korrekt wieder einsetzen und prüfen, ob sie sich frei drehen lassen

Drehen sich die Sprüharme nach dem Einbau schwergängig oder gar nicht, sitzt häufig noch ein Rückstand in der Halterung.

Türdichtungen reinigen

Die Gummidichtungen rund um die Tür sind ein häufig übersehener Bereich. Feuchtigkeit, Wärme und Speisereste machen sie zur Brutstätte für Schimmel und unangenehme Gerüche.

  • Türdichtung komplett abtasten – also auch die seitlichen und unteren Bereiche, die beim normalen Blick in die Maschine oft unsichtbar bleiben
  • Sichtbare Rückstände mit einem feuchten Tuch oder Küchenpapier grob entfernen
  • Dichtung mit einer weichen Bürste oder alten Zahnbürste und warmem Wasser mit Spülmittel abbürsten
  • Bei schwarzen Schimmelflecken: eine Mischung aus Backpulver und etwas Wasser zu einer Paste anrühren, auftragen, kurz einwirken lassen, dann abwischen
  • Essig oder spezielle Hygienereiniger sind ebenfalls geeignet – auf aggressive Scheuermittel verzichten, da diese das Gummi beschädigen können
  • Nach der Reinigung die Dichtung trocken wischen

Wer die Spülmaschine nach dem letzten Spülgang kurz geöffnet lässt, damit Feuchtigkeit entweichen kann, beugt Schimmelbildung wirksam vor.

Innenraum und Wände reinigen

Die Innenwände, der Boden und die Innenseite der Tür nehmen im Laufe der Zeit Fett und Kalk auf. Einmal im Monat lohnt sich ein Reinigungsdurchgang.

  • Körbe herausnehmen und separat unter Wasser abspülen
  • Innenwände mit einem feuchten Tuch und Spülmittel abwischen
  • Für einen Maschinendurchgang: eine Tasse weißen Essig in eine ofene Schüssel auf dem unteren Korb stellen und einen heißen Spülgang ohne Geschirr starten – löst Kalk und beseitigt Gerüche
  • Alternativ: handelsübliche Spülmaschinenreiniger nach Herstellerangabe verwenden
  • Nach dem Durchgang Tür öffnen und Innenraum kurz auslüften lassen

Häufige Fehler beim Reinigen

  • Sieb falsch eingesetzt: Immer sicherstellen, dass es vollständig einrastet
  • Zu aggressive Mittel: Scheuermilch oder Metallschwämme können Oberflächen und Gummiteile beschädigen
  • Dichtungen ignorieren: Gerade dieser Bereich wird häufig vergessen und ist eine häufige Ursache für Gerüche
  • Sprüharme nicht prüfen: Schlechte Spülergebnisse haben oft hier ihre Ursache
  • Reiniger falsch dosieren: Zu viel Maschinenpfleger oder Reiniger kann Rückstände hinterlassen

Hausmittel oder Spülmaschinenreiniger – was ist besser?

Hausmittel wie weißer Essig, Zitronensäure und Backpulver sind günstig, umweltschonender und für die regelmäßige Pflege gut geeignet. Essig und Zitronensäure wirken effektiv gegen Kalk, Backpulver hilft gegen leichte Gerüche und Beläge.

Handelsübliche Spülmaschinenreiniger enthalten dagegen spezifisch abgestimmte Wirkstoffe und können bei stärkerer Verschmutzung oder hartnäckigem Kalkbefall gezielter wirken. Für die monatliche Tiefenreinigung empfiehlt sich der Wechsel oder eine Kombination beider Methoden.

Wichtig: Essig sollte nicht dauerhaft und in großen Mengen in der Spülmaschine eingesetzt werden, da er langfristig bestimmte Gummiteile angreifen kann. Als gelegentliches Pflegemittel ist er aber weitgehend unbedenklich.

Fazit

Eine saubere Spülmaschine arbeitet effizienter, riecht besser und reinigt das Geschirr gründlicher. Das Sieb regelmäßig zu säubern, die Sprüharme auf freie Düsen zu prüfen und die Türdichtungen nicht zu vergessen – diese drei Maßnahmen haben den größten Effekt und erfordern kaum Aufwand. Wer diese Punkte in seinen Alltag integriert, verlängert die Lebensdauer des Geräts und vermeidet unangenehme Überraschungen.

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